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Statement zum Rundbrief vom 15. Juni 2021 des Aloisiuskollegs zur Frage des Denkmals

Neben vielen offenen Fragen, begrüßen wir, dass demnach nicht nur Sexueller Missbrauch aufgearbeitet werden soll, sondern wohl auch alle anderen Verbrechen, die Kinder durch das Ako seit 1946 erleben mussten. Wir erkennen in den vorgestellten Maßnahamen eine „Exitstrategie“ die es den Jesuiten erlaubt sich in Bad Godesberg vom Hofe zu machen und halten fest: Nicht die Betroffenen sind für den Niedergang des Ako Internates und den Ruf der Schule verantwortlich, sondern Missbrauchstäter Jesuiten, wie Mitarbeiter.

Betroffene erinnern sich jeden Tag an, dass was Ihnen am Ako passiert ist.  „Gerne“ „erinnern“ wir den Orden und die Ako-Schulgemeinschaft die Verantwortungslosigkeit ihrer Organisation damals und die Pflicht zur Wahrheitsfindung und Aufarbeitung heute, und das, wenn es sein muss, jeden Tag.

Wir werden uns aber nicht erneut als Feigenblatt jesuitischer Interessen ausnutzen lassen.

Seit 2010 kennt das Ako und die Jesuiten unsere Auffassung: Es kann kein „Erinnern“ ohne vorherige umfassende Aufarbeitung geben. Die Regeln dazu kann nicht das Ako oder die Kirche bestimmen. Dem „Pater-Klaus-Mertes-Orden“ hat es nie an ausreichenden Mitteln für eine angemessene Entschädigung seiner „Opfer“ gefehlt: Man hat Betroffenen ganz bewusst bislang nur „Peanuts“ angeboten. Auch hier müssten Orden und Kolleg durch Änderung der Haltung zum common sense unserer demokratischen Gesellschaft und den Strukturen, die den Missbrauch begünstig haben endlich liefern.

Wir messen die Täterorganisation Jesuiten Orden an seinen Taten!