Offener Brief mit Fragen zur (gesellschaftlichen) Verantwortung der Jesuiten

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An
Deutsche Provinz der Jesuiten K.d.ö.R.
P. Johannes Siebner SJ
Provinzial
Kaulbachstraße 29a
D-80539 München


Berlin, den 08.11.2017

Offener Brief mit Fragen zur (gesellschaftlichen) Verantwortung der Jesuiten
nach Vorlage des Gutachtens zu Fällen sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim

Sehr geehrter Herr Pater Siebner,
am 16.10.2017 wurde in Hildesheim vom Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP), München, ein Gutachten[i] zu Fällen sexualisierter Gewalt im Verantwortungsbereich des Bistums Hildesheim vorgelegt. Dieses thematisiert insbeondere auch die Verantwortlichkeit und das historische Fehlverhalten Ihres Ordens, namentlich mehrerer Ihrer Vorgänger im Amt.

Bis heute haben Sie, hat Ihr Orden, der die staatlichen Privilegien einer Körperschaft des öffentlichen Rechts genießt, keinerlei Notwendigkeit gesehen, hierzu öffentlich Stellung zu nehmen und Position zu beziehen. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Tun und Unterlassen Ihrer Organisation mehreren Menschen langfristig enorm geschadet hat, halten wir dies für skandalös und gesamtgesellschaftlich untragbar.

Wir sehen eine umfassende analytische Stellungnahme Ihrerseits als zwingend geboten, da das Gutachten den Jesuiten nicht nur „katastrophale Fahrlässigkeit“ attestiert. Zitat: “Dies lässt keinen anderen Schluss zu, als dass seit dem ersten Bekanntwerden sexualisierter Übergriffe […] weitere Gefährdungen von Minderjährigen und jungen Erwachsenen wissentlich in Kauf genommen wurden. Dies trifft insbesondere auf die Jesuiten in Berlin (Canisiuskolleg) und die Jesuitenprovinziale Höfer und Werner zu.“ (S. 61)

Wir fragen Sie daher:
1.) Wie bewerten Sie die Ergebnisse des Gutachtens, vor allem die, die sich direkt auf die Arbeit des Jesuitenordens beziehen? Siehe Punkt 3.10.1 (S. 55. ff):

e) Die Kommunikation zwischen Jesuiten und den jeweiligen Verantwortungsträgern des Bistums Hildesheim war zu keiner Zeit geeignet, eine Fortsetzung der sexualisierten Übergriffe […] zu verhindern.“

f) Die Jesuiten (in Form einer grundsätzlichen Personalverantwortung) […] waren dazu verpflichtet, Konsequenzen […] aus den vorgebrachten Vorwürfen zu ziehen.“

j) Hinsichtlich der Jesuiten ist zu fragen, weshalb sie sich nicht genauer erkundigt haben, warum die Entpflichtung […] nicht wirksam geworden ist. Vielmehr begnügten sie sich mit der – in diesem Kontext auch als zynisch zu verstehenden – Feststellung, dass Bischof Homeyer über die Schwierigkeiten […] informiert sei und wisse, welche Probleme auftauchen können. Zwar bestand zu diesem Zeitpunkt keine dienstrechtliche, aber durchaus noch eine moralische Verantwortung der Jesuiten, die Praxis des Bistum Hildesheims kritisch zu hinterfragen.“

q) s.o.

2.) Also: Menschen wurden nachhaltig geschädigt! Wie beurteilen Sie die im Gutachten geschilderten Verantwortlichkeiten und Handlungen (Tun und Unterlassen) Ihrer Amtsvorgänger (Höfer, Werner) und der Oberen des Canisiuskollegs? Welche (öffentlich nachvollziehbaren) Konsequenzen, Maßnahmen, Sanktionen bzgl. der Ex-Provinziale Höfer und Werner kann die Gesellschaft seitens der aktuellen Ordensleitung nun erwarten?

3.) Inwiefern ist, Ihrer Meinung nach, die Art der Organisationsstruktur Ihres Ordens und dessen Führung für das Handeln seiner ehemaligen Oberen (mit-)verantwortlich? Welche Maßnahmen oder Mittel sind Ihres Erachtens geeignet, die im Gutachten beschriebenen Verhaltenweisen von Oberen der Jesuiten aktuell und zukünftig auszuschließen? Welche Aufarbeitung wurde hierzu seit 2010 im Orden intern geleistet? Welche konkreten Änderungen in der Organistation des Ordensleben und dessen Führungstruktur hat es seitdem gegeben?

4.) Das Gutachten zeigt, verglichen mit den Untersuchungen der anderen „Tatorte“, spezifische Gemeinsamkeiten hinsichtlicht der Beschreibung des Täters Peter R. mit anderen Tätern aus dem Jesuitenorden (z.B. P. Stüper SJ am Aloisiuskolleg) auf (u.a. Einzelgänger, außerhalb der Ordensgemeinschaft lebend, vermeintliche Unverzichtbarkeit, uvm.). Wurden die Täterprofile dieser Personen bezogen auf das Ordensleben professionell untersucht? Welche Ergebnisse liegen vor? Welche Risikoanalysen und/oder Präventionsmaßnamen wurden hinsichtlich der heutigen Ordensmitglieder getroffen? Welche Schritte planen Sie nun, bis wann?

5.) Wie bringen Sie die im Gutachten beschriebenen Verhaltens- und Denkweisen in Einklang mit den Lehren des Ordensgründers und den „Ordensregeln“ und Konstitutionen des Jesuitenordens?
Wie kann es sein, dass diese möglicherweise jahrelang durch die Obersten der damals Nord- und Oberdeutschen, jetzt Deutschen Provinz der Jesuiten im Handeln nicht gewürdigt oder sogar missachtet wurden? Was heißt das für die Glaubwürdigkeit und für den Zustand Ihres Ordens?

6.) Prominente Mitglieder des Jesuitenordens, die nicht der deutschen Ordenleitung angehör(t)en, haben sich öffentlich in den letzten Jahren immer wieder zusichernd oder analytisch mit dem Thema „Verantwortung“ befasst, z.B.:

Papst Franziskus: „Ich verspreche, dem Weg der Wahrheit zu folgen, wo immer er hinführt. Kleriker und Bischöfe werden für ihr Tun Rechenschaft ablegen müssen, wenn sie Minderjährige missbrauchen oder nicht schützen.“ [ii]

Hans Zollner SJ: „Entscheidend ist, dass Bischöfe, Provinziale und Generalobere nun auch wegen Vernachlässigung ihrer Amtspflichten und Missachtung ihrer Sorgfaltspflicht kirchenrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können. Dahinter steht die Auffassung, dass Obere im juristischen Sinne eine Mitverantwortung für das Handeln ihrer Untergebenen haben.“ [iii]

Klaus Mertes SJ: „Eben weil die Verantwortlichen die richtigen Verfahren nicht angewandt haben. Weil sie informelle Machtzirkel und Seilschaften gebildet haben. Um das zu vermeiden, brauchen wir transparente Verfahren und Öffentlichkeit. Machtmissbrauch muss geahndet werden können, auch mit Strafverfahren.“ [iv]

Wie bewerten Sie die obigen, öffentlichen Äußerungen Ihrer Mitbrüder im Zusammenhang mit den Ergebnissen des o.a. Gutachtes, Ihren Orden und dessen Verantwortung betreffend, sowie den ordensinternen Umgang damit seit 2010?
Was muss aus Ihrer Sicht geschehen, damit z.B. Geschädigte des Aloisiuskollegs die Inhalte von derlei Äußerungen als vertrauenswürdig und belastbar und nicht z.B. als Public Relations oder als Feigenblatt für anhaltende institutionelle Verantwortungslosigkeit sehen können?

Haben Sie schon jetzt Dank für Ihre ausführlichen und vollständigen Antworten in Schriftform, die wir bis zum 08.12.2017 erwarten.

Mit freundlichen Grüßen

Heiko Schnitzler
Vorsitzender

Jörg Heinrich
Revisor

[i] https://www.bistum-hildesheim.de/fileadmin/dateien/PDFs/Pressetexte/IPP_Muenchen_Gutachten_Bistum_Hildesheim.pdf

[ii] http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/alle-verantwortlichen-werden-zur-rechenschaft-gezogen

[iii] https://www.jesuiten.org/slides-startseite/missbrauchspraevention.html

[iv] https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2015/31495/missbrauchsfaelle-am-canisius-kolleg-pater-klaus-mertes-hat-die-angst-besiegt

Betroffener meldet Vergewaltigungen durch mehrere Jesuitenpatres am Aloisiuskolleg

Berlin, 23.06.2017. Beim ECKIGEN TISCH BONN, dem Verein der Geschädigten des Aloisiuskollegs e.V. hat sich ein Betroffener (geboren 1970) gemeldet, der angibt während seiner Schulzeit im Aloisiuskolleg 1980-83 als Kind mehrfach Opfer schweren sexuellen Missbrauchs insb. durch zwei Jesuitenpatres (und gefährlicher Körperverletzung durch einen dritten Pater) geworden zu sein.

Bei den namentlich benannten Missbrauchstätern handelt es sich in der Darstellung zum einen um den ehemaligen Internats- und Schulleiter der wohl in Tatgemeinschaft mit einem anderen Jesuitenpater das Kind nackt fotografierte, bis zur Ohnmacht würgte und inklusive Penetration vergewaltigte habe. Der andere Jesuitenpater zum anderen, der Lehrer am Ako war, sei dabei zugegen gewesen und habe das Kind danach ebenso vergewaltigt.

Der Betroffene leidet nach eigener Aussage noch heute körperlich und seelisch an den Folgen dieser Taten und sei bislang ohne jede Hilfe, obwohl der Missbrauch und die Folgen gutachterlich aktenkundig sind.

Der ECKIGE TISCH BONN stellt fest, dass diese Meldung die bislang öffentlich bekannte Kriminalität von Jesuiten am AKO weit in den Schatten stellen würde. Und zwar in folgender Hinsicht:

1.) Die Schwere von Vergewaltigungen übersteigt das bislang öffentlich Geschilderte zum ersten Täter, dem bislang eine Vielzahl anderer Übergriffe vorgeworfen werden.
2.) Mindestens ein weiterer Täter hat nach der Darstellung am AKO Kinder vergewaltigt. Diese Person und ihre Taten wurden bislang nicht untersucht.
3.) Da die Täter nach Aussage des Betroffenen gemeinsam gehandelt haben, kann man u. E. nicht mehr von Einzeltätern am Ako ausgehen, die ihre „Machtinseln“ ausgenutzt haben. Vielmehr scheint es organisierte Absprachen bei den jesuitischen Kindesmissbräuchen am AKO gegeben zu haben. Diese Systeme (und mögliche Kontakte zu anderen Verbrecherkreisen) wurden bislang nicht untersucht.
4.) Das sich immer noch Menschen z.T. hilfesuchend melden, denen das AKO offenbar derart geschadet hat, zeigt u.E., dass erst die Spitze des unheiligen Eisberges öffentlich bekannt ist.

Der ECKIGEN TISCH BONN unterstreicht an dieser Stelle seine Forderung nach einer (wirklich) unabhängigen Untersuchung der Missbrauchssysteme am Aloisiuskolleg und deren Verzahnungen, sowie eine angemessene Hilfe für Betroffene und deren Organisation und ruft weitere Betroffene und mögliche Zeugen auf, sich zu melden.

Nachtrag:
Hinsichtlich  des zweitgenannten Pater,  schreibt Prof. Dr. jur. Julia Zinsmeister 2011  in ihrem „Abschlussbericht zur Untersuchung im Auftrag der Deutschen Provinz der Jesuiten“, gäbe es Berichte über sexuelle Übergriffe gegenüber Mädchen aus seiner Jugendgruppe vor seiner Zeit am AKO. Diese wurden von Zinsmeister  und Team nicht näher untersucht, da sich der Auftrag (der Jesuiten) lediglich auf Übergriffe am Aloisiuskolleg bezog.

Zum erneuten Missbrauchsskandal des Aloisiuskollegs: Kernschmelze der Prävention

ECKIGER TISCH BONN Verein der geschädigten des Aloisiuskollegs e.V. (ETB)
zum aktuellen, erneuten Missbrauchsskandal des Aloisiuskollegs:

Kernschmelze der Prävention:
Missbrauchsbetroffene fordern unabhängige Schulleitung / Gespräche ausgesetzt.

Berlin, 08.05.2017. Unser Mitgefühl und Solidarität gelten vor allem dem Opfer eines Übergriffes.

Das Aloisiuskolleg (AKO) hat eine lange Tradition. Es ist die Schule in Deutschland, auf der seit mind. 1946, jedes Jahr, den aktuellen Mutmaßlichen eingeschlossen, mindestens ein Missbrauchstäter tätig war, der Opferbiografien „produzierte“. Das ist trauriger Rekord in Deutschland. Die Tradition muss beendet werden. Wir fragen uns, wie es spätestens nach Aufdeckung der Skandale 2010 nun erneut zu Übergriffen, wieder zum Super-Gau, einer weiteren pädagogischen Kernschmelze im Umfeld des Aloisiuskollegs“ zum Nachteil von Schutzbefohlenen kommen konnte. Vielen Mitgliedern des ETB mit entsprechenden biografischen Hintergrund schmerzt diese aktuelle Nachricht gleichsam körperlich. Wie lange wollen Elternschaft und Aufsichtsbehörden noch zusehen?

Wir glauben, dass nicht die einzelnen Missbrauchstäter der vergangenen Jahre das eigentliche Problem des Aloisiuskollegs darstellen, sondern die dortige Kultur, die aus einer vermeintlichen Überlegenheit und dem Streben nach dem so Besonderen, dem „Mehr“, Räume für Missbrauchstäter offensichtlich zulässt. Wir stellen, nach den uns vorliegenden Informationen, fest, dass wieder das außerschulische Angebot des AKO und das Internat eine hierbei ungesunde Rolle spielten.

Augenscheinlich haben es der Schulträger, der Jesuitenorden und die Verantwortlichen am AKO, entgegen vollmundiger Bemühungen, wieder nicht vermocht Übergriffe auf Schutzbefohlene von diesen fernzuhalten. Ursachen hierfür sehen wir im Unvermögen/Unwillen, sich einer wirklichen, weltlichen und externen Überprüfung – auch des Ordens – zu unterwerfen und daraus die richtigen Schlüsse für eine sichere Schulumgebung zu ziehen und umzusetzen.

Wir fordern daher, die vakante geschäftsführende Rektorenstelle am AKO mindestens für 3 Jahre mit einer kirchenfremden, unabhängigen Fachfrau/Fachmann mit Kompetenzen im Präventionsbereich zu besetzen, die in der Lage ist, die Missstände zu erkennen und Strukturen zu durchbrechen. Ein konsequenter Bruch mit einer fehlgelaufen „Tradition“ hat auch gegen die Verrohung der Berliner Rütli-Schule geholfen. Hierfür werden wir uns ab sofort bei den staatlichen Stellen einsetzen. Das AKO ist eine sog. Ersatzschule. Wir fragen Ersatz für was?

Katholische Self-Made-Aufarbeitung (u.E. ein Widersprich in sich) ist gescheitert. Im vorliegenden Fall hat, unseres Wissens nach, der mutmaßliche Täter den Präventionsleitfaden des AKO mitverfasst, für dessen schnelle Vorlage noch 2010 man sich dort gefeiert hatte. Auch die angeblichen Präventionsleistungen des vom AKO beauftragten Vereins Innocence in Danger mit seinem adels- also zielgruppendominierten Präsidium, (zudem unter Vizepräsidentschaft der von Betroffenen stark kritisierten ehemalige Missbrauchsbeauftragen der Jesuiten Ursula Raue), gehören ebenso hinterfragt, wie die Beiträge des ordenseigenen Zentrums für Ignatianische Pädagogik (ZIP), welches sog. „Reflektionstage“ zum Missbrauch vor 2010 am AKO durchführte. Ehrliche Auseinandersetzung, wirkliche Prävention oder Augenwischerei gepaart mit jesuitischer Hybris? Das ausgestellte Selbstbewusstsein einer Institution darf (auch indirekt) nicht zum Schaden von Schutzbefohlenen führen und erneut die Aufsicht (das sind Eltern und Behörden) oder die Öffentlichkeit blenden.

Was bedeutet es für die Aufarbeitung der Missbrauchskultur als wichtige Präventionsmaßnahme, wenn der ehemaliger AKO-Rektor, der vor 2010 mit seinen Freund, einem Missbrauchstäter, mit ausgewählten Schülern jahrelang FKK Urlaube machte, zwar versetzt, aber bis heute unbehelligt, einer Jesuiten-Niederlassung vorstehen kann? (Welchen Eindruck macht(e) das auf etwaige Folgetäter?). Was bedeutet es, wenn die Kinderschutzbeauftrage des AKO – trotz mehrfacher Kritik unsererseits, an nur einem von 15 Treffen mit Missbrauchsbetroffenen der letzten Jahre teilgenommen hat? Offensichtlich haben aber auch erneut weder Schul- noch Jugendamt in Bonn die aktuellen Parallelen zum AKO-Pro e.V. und dessen Missbrauchstäter erkannt. Was unternimmt die Bonner Jugend-Politik? Es schmerzt uns, dass u.a. obige Kritikpunkte u.v.m., die der ECKIGE TISCH BONN seit Jahren u.a. in der sog. Dialogrunde dem AKO gegenüber äußert hat, unbeachtet verhallt sind.

Eine Bigotterie besonderen Ausmaßes sehen wir in dem Umstand, dass, nach den uns vorliegenden Informationen, der beschuldigte Lehrer mehrere Tage vor dem Festakt zur Verabschiedung des Rektors am 27. April 2017 suspendiert wurde. Im Beisein des Bonner Oberbürgermeisters, des Kölner Weihbischofs, des Jesuiten Provinzials, des Paters Klaus Mertes (!) und weiterer ranghoher Jesuiten, Eltern, Lehrern, Schülern, Pressevertretern, etc. und Missbrauchsbetroffener wurde keinerlei öffentlicher Bezug auf den aktuellen Fall hergestellt bzw. dieser bekanntgegeben. Hingegen wurde bei dem Anlass, wie auf der Website des AKO (bis heute ohne Stellungnahme zum neusten Skandal) zu lesen ist: „Besonders seine Bemühungen um die Aufarbeitung des Missbrauchs im Aloisiuskolleg und seine Dialogbereitschaft mit den Betroffenen (…) hervorgehoben.“ Hier stehen sich aktuell u. E. Außen-, Innensicht und Handeln unvereinbar gegenüber. Der ECKIGE TISCH BONN e.V. setzt die Gespräche mit den Aloisiuskolleg, bis auf weiteres, mindestens jedoch bis zu einer ausführlichen Darstellung des Sachverhaltes und einer öffentlichen Stellungnahme hierzu aus.

Der Vorstand
08.05.2017

 

Personalie: „Neuer Provinzial der Jesuiten: P. Siebner SJ“

Bonn/Berlin, 07.11.2016: Der ECKIGE TISCH BONN, Verein der Geschädigten des Aloisiuskollegs e.V. begrüßt die angekündigte Ablösung des Provinzials der Deutschen Jesuiten Stefan Kiechle.
Das sei eine überfällige Entscheidung und eine gute Nachricht, so die Missbrauchsopfer. Kiechle habe in der Zeit seit dem Bekanntwerden der Missbräuche von Jesuiten an Schutzbefohlenen schwerste Fehler bei der Aufarbeitung zu verantworten.

Seinen designierten Nachfolger, Johannes Siebner werden wir daran messen, welche Haltung er zum Fehlverhalten und der Verantwortungslosigkeit von Jesuiten in Ämtern der Vergangenheit einnimmt, so die Betroffenen sexuellen Missbrauchs. Siebner habe in seiner Zeit am Aloisiuskolleg ausreichend Gelegenheit, das Desaster persönlich kennenzulernen, welches seine Vorgänger dort – pädagogisch und finanziell – angerichtet haben. Zwar habe sich Siebner für die Kontinuität der Verantwortung der Schule für die Vergangenheit ausgesprochen, doch sei die Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung am Aloisiuskolleg seit 2011 nicht immer leicht gewesen. Schließlich aber habe er sich auch Beiträge und Anliegen der Betroffenen zu Eigen gemacht. Wir wünschen Siebner für die Zukunft vor allem viel Sensibilität bei der Ordensleitung und im Umgang mit Betroffenen sexuellen Missbrauchs durch Jesuiten.

Der Vorstand

Mehr Missbrauchsopfer als Jesuiten in Deutschland

Bonn/Berlin. Anlässlich der am 02. Oktober 2016 in Rom beginnenden 36. Generalkongregation zur Wahl eines neuen Generaloberen des Jesuitenordens stellt der ECKIGE TISCH BONN – Verein Geschädigter des Aloisiuskollegs zu Bonn- Bad Godesberg e.V. fest:

 

In unserem Land leben mehr Menschen, die von Jesuiten missbraucht wurden, als der Orden in Deutschland noch Mitglieder hat.

Dieser erschreckenden Bilanz müsse sich der Jesuitenorden bei seiner ‚Generalversammlung‘ stellen und Verantwortliche benennen. Eine nennenswerte Aufarbeitung der Verantwortlichkeiten für die Missbräuche im Orden habe noch nicht begonnen, so die Betroffenen sexuellen Missbrauchs am Aloisiuskolleg und weiter: Vielmehr erhielten z.B. bis zum heutigen Tag einzelne Ordensmitglieder, die Missbrauch in ihrem Verantwortungsbereich[i] wissentlich zugelassen haben, von der Ordensleitung Rückendeckung und würden nicht zur Rechenschaft gezogen. Das sei ein deutliches Signal der Verantwortungslosigkeit, über das auch die Tatsache nicht hinwegtäusche, dass heute sich einzelne Ordensmitglieder als Aufklärungs- oder Kinderschutzexperten hervortun. Der Orden scheine zur Aufarbeitung selbst nicht in der Lage zu sein.
Er bleibe öffentlich sichtbare Konsequenzen schuldig, so die Betroffenen.

Seit den Zeiten des Ordensgründers wollen sich die Jesuiten um die „rudes“ (lat. für Kinder und sog. ‚einfache Menschen‘) kümmern.[ii] „Bei einer Vereinigung deren Mitglieder zusätzlich zur Papsttreue feierlich geloben: ‚In diesem Gehorsam verspreche ich, mich besonders um die Erziehung der Jugend zu mühen‘,[iii] darf man u.E. hinsichtlich der heutigen Ergebnisses dieser Bemühungen die Frage nach der Existenzberechtigung des Ordens und den Hintergründen seines Scheitern stellen, so Heiko Schnitzler, Vorsitzender des Eckigen Tisches Bonn e.V. Die ‚Verantwortungslosigkeit‘ im Amt muss beendet werden: Wenn beispielsweise ein Pater genau dieses Ordens, welcher das Kindeswohl der ihm Schutzbefohlenen zugunsten eines befreundeten Mitbruder und Missbrauchstäter geopfert habe, im Orden unbehelligt bliebe, lege das den Schluss nahe, dass kein Jesuit bei Verfehlungen im Amt mit Sanktionen zu rechnen habe. Das sei kein gutes Zeichen für die Prävention, so die Betroffenen vom ECKIGEN TISCH BONN.

 

Zur Deutschen Provinz zählen nach Angaben des Ordens zur Zeit noch 356 Jesuiten, [iv] (von denen nach Informationen des ETB ca. die Hälfte 70 Jahre oder älter ist). Diesen stehen, nach Ordensangaben bislang 174 (Stand 30.05.2016) Personen gegenüber, die sich als Betroffene sexueller Übergriffe oder Gewalttätigkeiten dort gemeldet hätten. [v] Die Zahlen des Ordens können jedoch, bezogen auf die Untersuchungsberichte, nicht nachvollzogen werden. Aufgrund der Kenntnislage und Recherchen gehen die Betroffenen von einer mindestsens zehnfachen Dunkelziffer aus, also mindestens geschätzte 400 Personen allein am Aloisiuskolleg  – die anderen Einrichtungen noch nicht mitgerechnet.

Schätzung der Dunkelziffer am Beispiel des Aloisiuskollegs:
Der Zinsmeistersbericht, der zur Untersuchung der Missbrauchsfälle von den Jesuiten in Auftrag gegeben wurde (2011)[vi] kennt 55 Berichte von namentlich bekannten Personen, die Grenzverletzungen nur am Aloisiuskolleg erlebt oder wahrgenommen haben. Bis heute sind noch einige weiter Berichte hinzugekommen. 36 „Fälle“ werden dort allein einem Täter zugeschrieben. Hieraus geht ein eindeutiges Tat- und Verhaltensmuster hervor, welches den Schluss zulässt, dass in den mehr als 40 Jahren, die allein dieser Täter am Kolleg ein „pädophiles Himmelreich“[vii] unterhielt (und nicht entfernt wurde, nachdem bekannt war was er trieb) deutlich mehr Übergriffe stattgefunden haben müssen. Zudem Berichten Zeugen von hunderten Fotos, auch Nacktfotos die der Täter von Kindern machte. [viii] Hinzu kommen hinzu, Betroffene von sexueller Gewalt aus den 1940er bis -60er Jahren mit mind. 16 weiteren Jesuiten-Tätern. (Der Vollständigkeit halber erwähnt seien hier auch die Opfer von nichtjesuitischen Mitarbeitern des stets durch Ordensleute geführten Aloisiuskolleg[ix])

pm-etb-zur-36-generalkongregation-der-jesuiten-02-10-2016

Recherchehinweise:
[i] Ebba Hagenberg-Miliu: Unheiliger Berg, Kohlhammer, 2014 S. 174ff

[ii] http://ignatius.de/wp-content/uploads/2014/10/Ignat.festschrift-Bildschirm_ausgabe.pdf#search=rudes

[iii] http://www.jesuiten-sankt-georgen.de/sites/default/files/koester2.pdf

[iv] http://www.jesuiten.org/wir-jesuiten/zahlen.html

[v] http://www.jesuiten.org/fileadmin/Redaktion/Downloads/Zwischenbericht_Meldungen_-_30.05.2016.pdf

[vi] https://www.jesuiten.org/fileadmin/Redaktion/Downloads/Abschlussbericht_AKO_Zinsmeister.pdf

[vii] http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/Ako-Skandal-Jesuiten-Buch-nennt-erstmals-T%C3%A4ternamen-article910001.html

[viii] Vgl. Ebba Hagenberg-Miliu: Unheiliger Berg, Kohlhammer, 2014 S. 57ff

[ix] http://www.jesuiten.org/fileadmin/Redaktion/Downloads/0_B-Bericht_final_2013-06-03_nach_Vgl.pdf

Ein Stein des Anstoßes ist weg: Aloisiuskolleg entfernt die Statue eines Missbrauchstäters

Der ECKIGE TISCH BONN – Verein Geschädigter des Aloisiuskollegs e.V. begrüßt die Entfernung einer Statue eines Missbrauchstäters im Aloisiuskolleg (AKO).

Für die Betroffenen sexuellen Missbrauchs an dieser Schule ist es dennoch unverständlich,

  • dass diese Entscheidung erst sechs Jahre nach öffentlichen Bekanntenwerden des Missbrauchsskandals getroffen wurde.
  • dass man sich bislang mit dem augenscheinlichen Abbild eines Serientäters als „Heiligenbild“ in der Kollegsmitte, vor der Kollegskirche nicht ausreichend unwohl dafür gefühlt hat.

Dass der „Stein des Anstoßes“ (Fotos s.u.) nun endlich entfernt wurde, ist ein erstes sichtbares Zeichen, dass das Aloisiuskolleg bereit ist, die Anliegen der Betroffenen von sexuellem Missbrauch am Ako anzunehmen. Wir sehen dies als Bestätigung des von uns eingeschlagenen Weges der inhaltlichen Überzeugungsarbeit und des Dialogs mit Eltern, Schülern, Lehrern, Erziehern und der Kollegsleitung. (Hier ist das Kolleg dem Jesuitenorden voraus)

Wir sind entsetzt, aus einem diesbezüglichen Schreiben des AKO-Rektors an die „Kollegsgemeinschaft“ zu erfahren, dass es am AKO anscheinend immer noch Menschen gibt, „bei denen die Erinnerung an [den verstorbenen Täter] Pater Stüper positiv besetzt ist“, schließlich wäre Stüper laut  AKO-Untersuchungsberichten (auch nach den Gesetzen seiner Zeit) ein Straftäter gewesen.*

Die dort gestellte Frage nach Stüpers Verdiensten, beantworten wir mit dem Hinweis auf die vielen Biografien und Lebensentwürfe, die dieser Jesuit zugunsten seiner Befriedigung zerstört hat. Noch heute leiden Menschen unter Stüpers Taten.

Es ist wohl noch viel Dialog nötig.

Der Vorstand
ECKIGER TISCH BONN – Verein Geschädigter des Aloisiuskollegs e.V.
Stüperstatue_Akoheft 1987_88

Aus dem AKO- Jahrbuch 1988

 

''Hobbyfotograf'' Stüper

P. Ludger Stüper SJ, „Hobbyfotograf“

Missbrauchsbetroffene des Aloisiuskollegs fordern deutsche Medien zu mehr Mut und „Dranbleiben“ auf!

Pressemitteilung:
Nach Oscar für Spotlight:
Missbrauchsbetroffene des Aloisiuskollegs fordern deutsche Medien zu mehr Mut und „Dranbleiben“ auf!

Berlin/Bonn, 29.02.2016. Anlässlich der Verleihung des Academy Awards „bester Film“ an SPOTLIGHT fordert der ECKIGE TISCH BONN – Verein Geschädigter des Aloisiuskollegs e.V. die deutschen Medien zu Mut bei der Berichterstattung und Recherche über die historischen (und aktuellen?) Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche auf.

Man habe, so die Betroffenen, in den letzten Jahren nach dem Bekanntwerden der Skandale zunehmend den Eindruck gewonnen, die Medienlandschaft habe das Thema und dessen historische Aufarbeitung in der Breite aus den Augen verloren. Hinzu käme, dass sich die Kirchen mit dem medial bislang nicht öffentlich überprüften Präventionsversprechen auch als Aufklärer in eigener Sache in Stellung gebracht hätten. Dass letzteres nicht funktioniere zeigte leuchtturmhaft die jüngste Berichterstattung rund um die Personalien im Bistum Hildesheim.

Der Jesuitenorden z.B. habe noch keine unabhängige Untersuchung der Missbrauchssystematiken und des Versagens im gesamten (deutschen) Orden vorgelegt. Omnipräsente Protagonisten fänden in den Medien statt, die Komplizen der Täter hätten sich im Orden eingerichtet und würden mittelbar und unmittelbar gedeckt – bis heute.

So wie am Aloisiuskolleg gäbe es überall vor Ort Betroffene, die „oscarreife“ Skandale und Ungeheuerlichkeiten vor, während und vor allem nach den eigentlichen Missbrauchstaten zu berichten wüssten und die noch nicht öffentlich erzählt wurden. Das sei aber wichtig, damit der systemische Aspekt und Hintergründe von Missbrauch in der Gesellschaft diskutiert werden können. Die Meinungshoheit z.B. zum Ausmaß der Aufarbeitung und Entschädigung, dürfe nicht einseitig den Kirchen überlassen werden. Das passiere aber, wenn man nur über dem Skandal (Missbrauchstaten) berichte und nicht am Thema dranbleibe.

Bei der Beschäftigung mit der 40 jährigen Missbrauchsgeschichte des Bonner Aloisiuskollegs habe man nur wenige standhafte Journalistinnen und Journalisten kennengelernt, die das Thema auch lokal und entgegen vieler Widerstände bis heute beleuchten. Das wünschen sich die Missbrauchsbetroffenen von der deutschen Presse, der sie vertrauen: Bringen Sie Licht in die deutsche Missbrauchsgeschichte. Fragen Sie die Betroffenen vor Ort, die kennen die dunklen Stellen.

 

Stellungnahme zur AKO-Erklärung

Stellungnahme des ECKIGEN TISCH BONN – Verein Geschädigter des Aloisiuskollegs e.V. zur

Erklärung des Aloisiuskollegs zum Stand der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt vom 13.01.2016

Der ECKIGE TISCH BONN begrüßt die obige Erklärung des Aloisiuskollegs (AKO) als absolutes Novum im Umgang mit sexuellen Missbrauch an katholischen Einrichtungen in Deutschland. Fast genau sechs Jahre nach Bekanntwerden von 40 Jahren Kindesmissbrauch am AKO wurde (endlich) ein Weg eingeschlagen, mit dem weitere dringend nötige Aufklärung und Aufarbeitung möglich werden. Hierfür wurden das erste Mal überhaupt Missbrauchs-Betroffene aktiv in den Aufarbeitungsprozess einbezogen.
Wir nehmen den ehrlichen Wunsch der sog. Kollegsgemeinschaft wahr, sich der Geschichte zu stellen, offen darüber zu sprechen und Verantwortung zu übernehmen zu wollen. Für die Empathie von Eltern, Lehrerinnen und Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern, etc. und besonders für die der jetzigen Ako-Schülerinnen und Schülern, mit den Betroffenen von sexueller Gewalt, bedanken wir uns sehr. Wir wünschen uns, dass das Wissen um die Taten der Täter und das Versagen und Vertuschen der Verantwortlichen, ein so fester Bestandteil der Kollegs-Identität werden, dass diese spezielle Geschichte sich hier und andernorts nicht wiederholt.
Wir glauben, am Ako haben einige im gemeinsamen Ringen um diese Erklärung erkannt, dass nicht einseitig Katholische Kirche/Orden/Kolleg sinnvollerweise festlegen können, was wirkliche Aufarbeitung der Missbräuche bedeutet; das nicht im Alleingang von oben bestimmt werden kann, wie die Qualität von Aufklärung beschaffen sein muss, die dann den Betroffenen vorgesetzt wird. Nur was den Betroffenen hilft, nützt auch der Institution. Diesen Nutzen zu ermessen liegt einzig bei den Betroffenen. Hoffentlich macht diese Erkenntnis über Bad Godesberg hinaus Schule.
Wir wünschen uns, dass die Inhalte dieser Erklärung keine Lippenbekenntnisse in für katholische Internate schwierigen Zeiten, bleiben. Für uns ist das Maß des kritischen Dialoges und der Einbindung von Betroffenen (-biografien) in den Schulalltag, Seismograph und bestes Mittel für Prävention. Dass man sich bei diesem Thema selbst Exzellenz und Expertise attestiert, werten wir kritisch, als das Erbe eines potentiell gefährlichen Elitebewusstseins, welches historisch an vielen deutschen Missbrauchsschulen und -internaten immanent war.
Wir fragen uns ganz aktuell, was es diesbezüglich bedeuten mag, dass die explizit erwähnte Ako-Kinderschutzbeauftragte an keinem der sechs Dialogtreffen zur Vorbereitung der Erklärung teilgenommen hat?
Wir sehen in dieser Erklärung auch ein deutliches Signal der Ako-Kollegsgemeinschaft an Jesuiten und ihre Leitung, die u. E. „ihren“ Missbrauchsgeschädigten immer noch als autoritärer Kontrahent gegenübertritt. Vielleicht ist hierin das finale Fehlen einer eindeutigen Adresse, an den ehemaligen Rektor Schneider SJ zur persönlichen Verantwortungsübernahme, von Seiten des Ako begründet, wie sie sich noch in Rohfassungen der Erklärung fand. Der ECKIGE TISCH BONN vermisst diese. Ebenso konnte man sich dort leider nicht zur Aussage durchringen, dass das Aloisiuskolleg Menschen (auch) geschadet hat. Die Erklärung ist u. E. auch für Altschüler und -Eltern ein hilfreicher Wegweiser, um ggf. die eigene Position zu den Missbräuchen der Schulhistorie und die eigene Sicht auf die „Opfer“ (in den eigenen Reihen) ggf. neu zu justieren.
Wir werten es positiv, dass die Öffentlichkeit zukünftig den Umgang des Aloisiuskollegs mit seiner Geschichte und den vom Missbrauch betroffenen Menschen anhand dieser Erklärung messen kann: Das gilt aktuell für die Positionierung des Kollegs in der Ako-Pro e.V. Nachfolge und gegenüber Scouting Bonn e.V.
So sehr wir es auch begrüßen, dass Verantwortlichkeiten, Fehler und Scham benannt werden, so deutlich weisen wir darauf hin, dass für uns zu dieser Verantwortung auch eine angemessene Entschädigung für das Versagen der Institutionen Ako und Jesuitenorden bei der Bewahrung der körperlichen und seelischen Unversehrtheit ihrer Schutzbefohlenen und dadurch oft lebenslang erlittenes Leid der betroffenen Ako-Schüler und deren Familien bedeutet.
Wir bedanken uns bei den Mitarbeiterinnen der Bonner Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt für die Moderation der Gespräche mit den Teilnehmern vom Aloisiuskolleg.
Berlin, 13.01.2016
Der Vorstand
ECKIGER TISCH BONN – Verein Geschädigter des Aloisiuskollegs e.V.

Stellungnahme des ECKIGEN TISCH BONN zur Erklärung des Aloisiuskollegs zum Stand der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt